Cental Park "Ruhranlage"
Der Innenstadtpark "Ruhranlage" auch benannt als "Ruhranlagen" wurde in der Ruhrtalstadt Mülheim am rechten Ruhrufer von Bürgern für Bürger in privater Eigenleistung geschaffen. Schon 1853 plante man am oberen Teil des früheren "Gänseplatz" und "Steinlagerplatz"einen Promenadenpark, den dann Gartenarchitekt Rosorius verwirklichte. Der Mülheimer Verschönerungsverein zeichnete ab 1879 für Detailplanung, Bau und langjährigen Erhalt verantwortlich.
Das 1913 gegründete Gartenamt der Stadt Mülheim übernahm später bis heute die Hege und Pflege der grünen Kulturinsel am rechten Ruhrufer - mit Ruhrpromenade, Schleuse, Wasserbahnhof, Aussichtsterrassen, Ausflugslokalen und Kulturorten wie dem MMKM-Museum, der "Neue Musikschule" oder der "RUHR GALLERY MÜLHEIM" mit Kunstgalerie und angeschlossenem Atelier- und Künstlerhaus - dem "KUNSTHAUS MÜLHEIM MITTE" vom Mülheimer Künstlerbund in der historischen VILLA ARTIS, einst auch ab 1867 Stammhaus der Tengelmann-Gründerfamilie Schmitz-Scholl.
Die Skulptur "Plastik in der Landschaft" des Bildhauers Ernst Rasche (1926-2018) steht wenige Schritte entfernt vom ersten Atelier des Mülheimer Künstlers.
#KunstparkMülheim am rechten Ruhrufer
Einzigartig - ein Highlight im Innenstadtpark "Ruhranlage"
Seit Ende 2025 ist der historische Wasserbahnhof im Innenstadtpark "Ruhranlage"auf der "Schleuseninsel" wieder im Eigentum der Stadt Mülheim (via MST)
Kulinarischer Treff in der Ruhrtalstadt Mülheim im Innenstadtpark "Ruhranlage"
Ein Genuß verspricht in jedem Jahr der traditionelle KULITREFF in der Ruhrtalstadt Mülheim EINGANG "DELLE" - ÖPNV: "Stadtmitte" RAD: RS1 "Ruhrpromenade"
im Innenstadtpark "Ruhranlage"
Ein schönes Fleckchen Erde in der InnenStadt Mülheim an der Ruhr
Bei der IGA 2027 soll dieser beliebte Bürgerpark integriert werden. Foto oben: Angler an der Ruhr - oben am linken Ufer fehlt noch der "Ruhrkristall" - Danke für die Ruhr-Kollage von 1973 ( 2 Dias übereinander) von Mölm-Kids.de!
Brücke zwischen den Welten: Warum Mülheim historisch im Bergischen Land liegt
Historisch gesehen gehört Mülheim an der Ruhr zusammen mit Kettwig und Werden zu den nördlichsten Ausläufern des Bergischen Landes. Obwohl die Stadt heute als integraler Bestandteil des Ruhrgebiets wahrgenommen wird, wurzeln ihre geografische Entstehung und ihre alten Grenzen tief in der Kultur und Herrschaft des historischen Herzogtums Berg. Das Bindeglied zwischen diesen Regionen ist der Fluss, der dem Ballungsraum seinen Namen gab: die Ruhr. [1, 2, 3, 4, 5]
Der Fluss als Lebensader und Namensgeber
Das Ruhrgebiet verdankt seinen Namen der Ruhr, die sich als 219 Kilometer langer Fluss von ihrer Quelle im Sauerland bis zur Mündung bei Duisburg-Ruhrort in den Rhein schlängelt. Auf diesem Weg durchbricht sie verschiedene Landschaften: [1, 2]
- Das Sauerland: Hier entspringt die Ruhr nördlich von Winterberg und sammelt ihre ersten Wassermassen.
- Das Bergische Land: Auf ihrem Weg nach Westen passiert sie die nördlichen Grenzen des historischen Bergischen Territoriums.
- Die Mündung: Schließlich fließt sie im Rheinland in den Rhein. [1, 2, 3]
Die Industrialisierung, die im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert genau an diesem Flusslauf wegen der oberflächennahen Steinkohleflöze begann, schweißte die Region wirtschaftlich zusammen. So entstand der moderne Begriff des „Ruhrgebiets“ als Industrieraum. Die alten, über Jahrhunderte gewachsenen Landesgrenzen wurden dadurch im Alltag der Menschen visuell überlagert. [1, 2, 3, 4]
Die historische Zugehörigkeit zum Herzogtum Berg [1]
Dass Mülheim eine "bergische" Stadt ist, lässt sich nicht an steilen Bergen ablesen, sondern an der Territorialgeschichte. Der Name „Bergisches Land“ geht auf das Herrschergeschlecht der Grafen (und späteren Herzöge) von Berg zurück, die ab dem 12. Jahrhundert von Schloss Burg an der Wupper aus regierten. [1, 2, 3, 4]
Das Herzogtum Berg erstreckte sich in seiner größten Ausdehnung vom Siebengebirge im Süden bis exakt an die Ruhr im Norden. Mülheim lag mit seiner bedeutenden Herrschaft Broich direkt an dieser nördlichen Demarkationslinie. Bis zum Einmarsch der Franzosen unter Napoleon und der darauffolgenden preußischen Neuordnung im frühen 19. Jahrhundert war Mülheim politisch, rechtlich und kulturell nach Süden und Westen – also zum bergischen Kernland und zur Residenzstadt Düsseldorf – ausgerichtet. [1, 2, 3, 4, 5]
Topografie: Wo das Schiefergebirge auf die Tiefebene trifft
Auch rein landschaftlich markiert Mülheim das Ende des Bergischen Landes. Die Stadt liegt genau an der geologischen Nahtstelle, an der die letzten welligen Ausläufer des Sauerlandes und des rechtsrheinischen Schiefergebirges (zu dem das Bergische Land gehört) sanft in die Niederrheinische Tiefebene übergehen. [1, 2, 3]
Mülheim ist zudem die einzige Großstadt im heutigen Revier, bei der die Ruhr nicht nur die Grenze flankiert, sondern auf 15 Kilometern Länge mitten durch das urbane Zentrum fließt. Diese besondere Tallage prägte das historische Stadtbild und verband die Wirtschaft der Mühlen und frühen Gerbereien direkt mit den bergischen Handwerksregionen im Süden. [1, 2, 3, 4]
Fazit: Eine Stadt mit zwei Identitäten
Mülheim an der Ruhr vereint heute das Beste aus zwei Welten. Während die moderne Identität, die Wirtschaft und die Infrastruktur die Stadt fest im Ruhrgebiet verankern, zeugen die historischen Wurzeln, die Geografie und die alte Zugehörigkeit zum Bergischen Land von einer jahrhundertelangen rheinisch-bergischen Tradition. Der Fluss Ruhr trennt diese Identitäten nicht, sondern er verbindet sie – von der Quelle im rauen Sauerland bis zur Mündung im breiten Rhein. [1, 2, 3, 4, 5]
Mein Name ist #Müli
- Müli ist ein roter Elefant mit einem großen weißen MH‑Herz an der Seite.
Dieses Herz steht für Zusammenhalt, Offenheit und die kulturelle Energie Mülheims. - Er wurde im kreativen Umfeld der Villa Artis entwickelt – einem Ort, an dem Kunst, Design und Stadtkultur zusammenfließen.
- Müli ist Botschafter der Stadt: freundlich, ruhig, vertrauensbildend und nahbar.
Er taucht auf Plakaten, Events, Social Media und sogar als Stofftier auf.
Was bewirkt der „fröhliche, starke, neugierige Elefant“?
Die drei Eigenschaften sind nicht zufällig – sie haben eine klare Wirkung:
Fröhlich
- Schafft positive Stimmung bei Veranstaltungen
- Senkt Hemmschwellen, besonders für Kinder und Familien
- Vermittelt: Mülheim ist eine offene, einladende Stadt
Stark
- Elefanten stehen für Loyalität, Schutz und Weisheit
- Müli symbolisiert die Stabilität und Widerstandskraft der Stadt
- Er ist ein ruhiger, verlässlicher Charakter, kein lautes Maskottchen
Neugierig
- Ermutigt Bürger*innen, Kultur neu zu entdecken
- Passt zur Idee, dass Mülheim sich „immer wieder neu erfindet“
- Unterstützt Kunstprojekte wie „Elefant im Porzellanladen!?“
Warum ein Elefant?
- Elefanten gelten als weise, sozial, loyal und schützend – genau diese Werte wollte der Designer sichtbar machen.
- Müli ist kein „Krawall-Maskottchen“, sondern ein sympathischer Ruhepol, der Vertrauen schafft.
Wofür steht Müli insgesamt?
Ein modernes Kulturstadt‑Symbol, das:
- Menschen verbindet
- Kunst und Stadtleben sichtbar macht
- Mülheim ein unverwechselbares Gesicht gibt
- Identität und Gemeinschaft stärkt
Willkommen auf unserer Website
Hereinspaziert! Wir hoffen, dass Sie hier alles finden, was Sie über unseren Bürgerpark in der Mülheimer Innenstadt "Ruhranlage" wissen müssen. Der Park am rechten Ruhrufer wurde von Bürgern für Bürger in Eigenleistung um 1879 angelegt und ab 1913 wurde die Pflege vom Gartenamt der Ruhrtalstadt Mülheim übernommen. Anfang 2021 wurde der gut erhaltene Park gründlich vom Wildwuchs befreit und soll sporadisch neu bepflanzt werden.
Das Logo mit der stilisierten Beuys-Eiche gestaltete der Designer und Künstler Klaus Wiesel
Wer alte Fotos hat oder Geschichten über den Park oder die VILLA ARTIS kennt, der ist herzlich eingeladen hier bei der Gestaltung der Webseite mitzuwirken.
Kunst in der Ruhranlage Mülheim
Der große TUCAN des Bildhauers Claus-Peter Laube schwebt imposant in der Ruhranlage
Ständig wechselnde Kunstausstellungen
Süßigkeiten für die Birne - Kunst ist Nahrung!
Mit der musealen Ausstellung "Süßigkeiten für die Birne - Kunst ist Nahrung" sprechen die Ausstellungsmacher die kulinarischen Instinkte der Kunstsammlerinnen und Kunstsammler an.
Eintritt und Führungen frei!
Ein kulinarischer Treff für Kunstliebhaber*innen direkt am Innenstadtpark "Ruhranlage" am rechten Ruhrufer der Stadt Mülheim!Preis/Tickets (ab): Eintritt frei!
Musik in der Ruhranlage
Der Kulinarische Treff wurde 2022 wieder gekrönt von musikalischen Darbietungen u.a. von dem Trio "small is beautiful" direkt am Innenhof der VILLA ARTIS mit der Ruhr Gallery und dem MMKM Museum Moderne Kunst Mülheim.
Der Park "Ruhranlage" lädt ein!
Fährmann - hol über!
Dank dem ehemaligen Tengelmann-Architekten Dirck Lietke steht jetzt der "Fährmann" seit heute an dem Ort seines Schaffens - hatte doch der Urahn der Tengelmann-Gründerfamilie Schmitz-Scholl - Hermann Scholl damals - als es noch keine Brücke über die Ruhr gab - die Fährrechte von den Herren von Schloss Broich ersteigert. Von 1771 bis 1827 übte er den Fährbetrieb aus - ihm wird ein ruppiger Ton nachgesagt - wer nicht zahlen wollte - wurde nicht befördert - auch der Fürst bekam die Härte von Hermann Scholl zu spüren,
Der neue Eigentümer des Speldorfer Tengelmanngeländes Erwin Soravia spendete das Kunstwerk und Georg Haub spendete 35.000 EURO für den Aufbau an historischer Stelle - vielen Dank!
Über die Skulptur
Die Skulptur „Fährmann“ wurde von der Bildhauerin Marianne Kiesselbach (1913-2005) für den Haupteingang des Schokoladenfabrik WISSOL in Speldorf gestaltet. Sie zeigt den berühmten Sohn der Stadt Mülheim, Hermann Scholl.
Die von Hermann Scholl und danach Hermann Thielen betriebene Fähre war vor der Eröffnung der Kettenbrücke 1844 die einzige lokale Verbindung über die Ruhr. Er war im 18. Jahrhundert maßgeblich am 13jährigen „Fahrgeldkrieg“ an der Ruhr beteiligt. Scholl galt dabei als besonders geschäftstüchtig und rebellisch. Seine Urenkelin, Luise Scholl (1834-1888), sollte im Jahr 1867 mit ihrem Ehemann Wilhelm Schmitz (1931-1887) die spätere Filialkette Tengelmann / WISSOL gründen - wenige Schritte vom neuen Standort entfernt in der VILLA ARTIS in der Ruhrstraße 3 (heute Kunstmuseum, Kunstgalerie und Atelierhaus).
(Foto: Dirck Lietke - Mitarbeiter der Gartenbaufirma Banzhaf montieren die Skulptur am rechten Ruhrufer - davor der rekonstruierte "Leinpfad" mit Steinen aus Bulgarien.
Foto unten: Initiator Dirck Lietke erläutert am 1. März 2022 die Arbeiten am Fundament (hochwassersicher).
Rasche "PLASTIK IN DER LANDSCHAFT" in der Ruhranlage
Mülheim um 1826
Diese Karte zeigt den "Snapshot 1826" -
später verschwanden u.a. Fabrikkanal, Bleiche - Schlachthof ....
In der Ruhrstraße 1 / Ecke Dellenstraße ist eine Seilerei zu sehen, daneben Haus Nr. 3 dort stand schon freistehend die spätere VILLA ARTIS (heute RUHR GALLERY und MMKM-Museum) - dort ist heute der Eingang zum Innenstadtpark "Ruhranlage"
Einst mondäne Park - Anlage / Promenade
Heute hat die Natur die Ruhrpromenade zurückerobert, das Ufer gehört nicht der Stadt Mülheim sondern dem Ruhrverband. Eine regelmäßige Pflege findet nicht statt - dafür ist niemand richtig zuständig.
Oft kommt der Hinweis, man solle die Natur sich selbst überlassen - ein immerwährender Zielkonflikt.
So ist das Ruhrufer jetzt manchmal zugewuchert.
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(Fotos zur Veröffentlichung bitte an [email protected] senden - vielen Dank!)
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RUHRANLAGE(N) - Innenstadtpark Mülheim an der Ruhr (Central Park Mülheim upon Ruhr)